150 Jahre Hoffmann

150 Jahre Hoffmann

Josef Hoffmann 1870 - 2020

„Das Fundament aller bildender Kunst ist das Handwerk, das Kunsthandwerk.“

Josef Hoffmann, geboren 1870 in Pirnitz (Österreich-Ungarn), begründete seine Karriere auf der Staatsgewerbeschule in Brünn, wo er mit Adolf Loos erste Schritte in der Lehre um das Gestalten erkundete. Nach der Arbeit am Militärbauamt in Würzburg zog es ihn nach Wien an die Akademie der bildenden Künste. Hier lernte er von den Besten der Wiener Architektenriege des Fin de Siècle: Otto Wagner und Karl Hasenauer.

Wien um 1900: Die Ringstraße, Sigmund Freud, Gustav Klimt, Gustav Mahler, Robert Musil und zahlreiche Kaffeehäuser, in denen man bei Einspänner und Sachertorte über das Weltgeschehen philosophierte. Teil dieser blühenden Zeit war Josef Hoffmann, der sich dem Gesamtkunstwerk verschrieben hat und das besonders hochwertige Wiener Porzellan zur Umsetzung seiner Entwürfe gewählt hatte.

Hoffmann war einer der größten Gestalter des 20. Jahrhunderts und mit Künstlern wie Gustav Klimt, Adolf Loos und Otto Wagner Mitglied der „Wiener Sezession“.

Anlässlich seines 150. Geburtstags würdigen wir diesen großen und wegweisenden Künstler und präsentieren seine wichtigsten Entwürfe für die Porzellanmanufaktur Augarten:

1929 entwarf Josef Hoffmann, Gründer der legendären „Wiener Werkstätte“, das weltberühmte Moccaservice „Melone“. Die Exotik der Fruchtformen mit dem kecken Stielknauf sowie die angenehm griffigen Henkel, deren leise Wellenform die weich gerippte Wandung der Gefäße elegant spiegeln, prägen die Ausstrahlung dieses Services. Josef Hoffmann sah monochrome Dekore für die “Melone” vor, in Streifen oder flächendeckend aufgetragen. Es stellt aufgrund seiner zahlreichen Rundungen auch heute noch an die Porzellanmaler von Augarten höchste Anforderungen in der Handhabung des Luftpinsels.

Ornamentik, strenge Regelmäßigkeit und das Ganze statisch ausgeklügelt auf eleganten Füßchen - die Form 19 kann ihren "Architekten" nicht leugnen. Das berühmte Teeservice hat Josef Hoffmann 1929 in zwei Dekorvarianten, „Mythos“ und „Déco Vienne“ entworfen. Letzteres, ein höchst elegantes Design in Schwarz und Gold, ist inspiriert von einer geradlinigen, delikaten und rhythmischen Exaktheit.

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