300 Jahre Wiener Porzellan – die Jubiläumsfarbe Purpur

Datum: 19.07.2018

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Der einst teuerste Farbstoff der Welt war lange Zeit nur wenigen Auserwählten vorbehalten – Adel und Klerus schmückten sind seit jeher mit purpurfarbenen Gewändern.

Purpur war eine der Lieblingsfarbe des 18. Jahrhunderts, dem Gründungsjahrhundert der Manufaktur, und hat daher eine besondere Bedeutung für das Wiener Porzellan. Auch in den folgenden Jahrhunderten wurde Purpur in unserer Manufaktur immer wieder für besonders edle Figuren und Service verwendet. Oft wurden Unikate nach individuellen Kundenwünschen in dieser Farbe realisiert. So war es nur naheliegend, dass für das Jubiläumsjahr und die Jubiläumskollektion 300 JAHRE WIENER PORZELLAN die Farbe Purpur auserwählt wurde.

Die Farbe hat in der Manufaktur eine lange Vergangenheit: Die Herstellung wurde nachweislich bereits 1722 beherrscht, wie die Dessertteller aus dem „Wittelsbacher Service“ mit „Indianischen Blumen“ und Vogeldekor beweisen, die der bayerische Gesandte für die Hochzeit von Maria Amalia, einer Tochter des Kaiser Josephs I., und dem bayerischen Kronprinzen Karl Albrecht am 3. Oktober 1722 bei der Wiener Porzellanmanufaktur bestellt hatte.

Beim historisch in der Porzellanmalerei verwendeten Purpur handelt sich um „Goldpurpur“, das je nach Goldgehalt, oder auch Kupfer- und Kobaltbeigaben seine Intensität verändert. Es wurden also keine Schnecken wie in bei der ursprünglichen Erzeugung der Textilfarbe verwendet, sondern Gold.

Übrigens: Die Farbe ist aktueller denn je zu vor, was die Wahl von „Ultra Violet“ zur Trendfarbe 2018 eindrucksvoll unterstreicht. Ein weiterer Beweis für die eindrucksvolle Verbindung von Tradition und Modernität.

Die 300 JAHRE WIENER PORZELLAN Jubiläumskollektion in purpur finden Sie hier.