Der Künstler Franz von Zülow war Mitglied der Wiener Secession

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Die Inspiration für das Design des erlesenen Porzellans brachte er von seinen Reisen mit

Franz von Zülow, geboren 1883 in Wien, erhielt 1901–1903 eine graphische Ausbildung an der Allgemeinen Zeichenschule

Seine Ausbildung bekam der 1883 in Wien geborene Maler in der Kunstgewerbeschule und an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien und war kurzfristig Hospitant an der Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl.

Dort beschäftigte er sich vorwiegend mit Techniken zur Vervielfältigung von Grafiken. Die Arbeiten für Vasen und Tafelservice zeigen den Einf luss von Jugendstilgrafiken – reduzierte Formen, vorwiegend gerade Linien, wenig Schwünge. Auffallend sind jedoch die kräftigen Farben

aber auch diese sind auf die Grundfarben beschränkt. Das Zusammenspiel der klaren Linien, Formen und starken Farben wirken fast naiv. Zülow nimmt mit dieser Art der Gestaltung Tendenzen von Kubismus und Expressionismus vorweg.

Zu seinen eichtigsten Dekoren der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten zählt das jugendlich wirkende Dekor JEUNESSE  Seine Farbigkeit mit grünen, gelben und roten Rändern, sowie fantasievollen Blumen macht heute wie damals die gedeckte Tafel zu einem fröhlichen Platz.

Besonders aufwändig und fantasievoll ist das Dekor Orchide, das die grafische Ausbildung seines Designers nicht verleugnen kann. Sie ist so farbenprächtig wie ihre echten Schwestern und wesentlich pflegeleich­ter. In den Dekorbüchern der Manufaktur ist die von Keramikmeister Michael Powolny entworfene Vase mit dem fantasievollen Dekor aus Zülows Feder verzeichnet. Der Grafiker Franz von Zülow ließ sich den Papierschnittdruck patentieren – eine Form der Schablonentechnik, die es ermöglicht Stege stehen zu lassen. Dadurch ergeben sich zarte Umrisslinien, die den Rahmen für große Farbflächen bilden. In dieser Weise designte von Zülow das jugendliche Dekor JEUNESSE – Verspieltheit und technisches Können fügen sich in diesem Dekor harmonisch zusammen.