Der Wiener Künstler Josef Hoffmann

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Das bekannteste Porzellanservice des Künstlers ist das Design „Melone“

Wien um 1900: Die Ringstraße, Sigmund Freud, Gustav Klimt, Gustav Mahler, Robert Musil und zahlreiche Kaffeehäuser, in denen man bei Einspänner und Sachertorte über das Weltgeschehen philosophierte. Teil dieser blühenden Zeit war Josef Hoffmann, der sich dem Gesamtkunstwerk verschrieben hat und das besonders hochwertige Wiener Porzellan zur Umset-zung seiner Entwürfe gewählt hatte.

Josef Hoffmann, geboren 1870 in Pirnitz (Österreich-Ungarn), begründete seine Karriere auf der Staatsgewerbeschule in Brünn, wo er mit Adolf Loos erste Schritte in der Lehre um das Gestalten erkundete. Nach der Arbeit am Militärbauamt in Würzburg zog es ihn nach Wien an die Akademie der bildenden Künste. Hier lernte er von den Besten der Wiener Architektenriege des Fin de Siècle: Otto Wagner und Karl Hasenauer.

Gemeinsam mit seinem ehemaligen Studien-kollegen Joseph Maria Olbrich gründete er 1897 die Wiener Secession, verließ diese aber schon 1905. Fast zeitgleich begann er seine wichtigsten Gebäude: Das Sanatorium Purkersdorf in Wien und das Palais Stoclet in Brüssel.

Der „Quadratl-Hoffmann“, wie er auch liebevoll von den Wienern genannt wurde, ließ sich unter an-derem von Mackintosh, einem schottischen Architekten, zu kubistischen Formen inspirieren.

1903 gründete Hoffmann gemeinsam mit Kolo-man Moser die Wiener Werkstätte. Dieser Zusammen-schluss war auch 1923 bei der Wiedereröffnung der Wiener Porzellanmanufaktur im Augarten eine trei­bende Kraft. Augarten Porzellan war und ist wegen seiner hohen Qualität ein äußerst begehrtes Materi­al bei den Künstlern, da es in den Möglichkeiten der Umsetzung einzigartig ist.

Hoffmann war auch lehrend tätig, an der Kunstgewerbeschule Wien. Dort bildete er zahlreiche Designerinnen und Designer aus unter anderen Ena Rottenberg, die ein bis heute begehrtes Teeservice – ORIENT – für Augarten entwarf.

Josef Franz Maria Hoffmann verstarb im Mai 1956 in Wien.

Das verspielte Mokkaservice MELONE, entworfen 1929, wurde zunächst nur in gelb oder hellblau angeboten, wobei die Bemalung der Rillen immer über die Mitte gebrochen er­folgte. In einer Luxus-Edition wurde das gesamte Service außen in Petrol und innen in Platin bemalt. Diese Variante findet man auch als begehrtes Sammlerobjekt im Porzellanmuseum im Augarten. Noch immer eine große Herausforderung an die Malerei sind die Wandungen, die besonderes Talent und viel Übung im Ansetzen des Pinsels bedürfen.

Josef Hoffmann entwarf 1930 für die Manufaktur Augarten das Teeservice ATLANTIS, welches Hoffmanns Eigenwilligkeit in der formalen Gestaltung zeigt: Charakteristisch ist die reliefartig strukturierte Oberfläche in Form von Schuppen.

Streng regelmäßig und statisch ausgeklügelt auf eleganten Füßchen zeigt sich die Form HOFFMANN. Für diese Form kreierte der Mitbegründer der „Wiener Secession“ zwei Dekore.

Das wiederaufgelegte Dekor MYTHOS entwarf der Architekt und Kunsthandwerker Josef Hoffmann um 1929. Es ist das Dekor, das dem „Quadratl-Hoffmann“ am ehesten zugeschrieben wird.: Die Ornamentik folgt dem Prinzip der Wiederholung, wirkt aber durch seine feinen Linien sehr leicht.

Der Stil von DECO VIENNE reflektiert den Wiener Jugendstil durch sein schwarz-goldenes Muster.

Noch heute stellen Hoffmanns Entwürfe und Designs höchste Ansprüche an die kunsthandwerkliche Perfektion der Mitarbeiter in der Manufaktur Augarten.

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