Ursula Klasmann revolutionierte die Formgebung im Porzellandesign

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Die Designerin erschuf modernisiertes Porzellan in der Manufaktur Augarten

Die Mitarbeiterin der Porzellanmanufaktur und auch Künstlerin Ursula Klasmann wurde 1930 in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, geboren. Sie verbindet mit ihrer dortigen Kindheit glückliche Erinnerungen und ausdrucksstarke Bilder, wie die kraftvolle Landschaft und die klare Luft der Ostsee. Sie erinnert sich auch gerne an die Nüchternheit und Klarheit ihrer Familie, ein Prinzip, das sich in ihren Entwürfen für die Porzellanmanufaktur Augarten manifestierte.

Über Umwege nach Wien geführt, trat Ursula Klasmann nach der Matura an der Universität für angewandte Kunst in die Fachklasse für gewerbliche und industrielle Entwürfe von Professor Oswald Haerdtl ein.

Von 1955 bis 1985 war Ursula Klasmann in der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten als künstlerische Mitarbeiterin tätig, wo sie neben zahlreichen Form- und Dekorentwürfen auch das Speiseservice der Form 75 kreierte und damit die Formgebung der Service revolutionierte. Die Ideen und Entwürfe der 50er Jahre hatten den Anspruch, jede Beengung und Schwere aufzubrechen und stattdessen eine beschwingte Leichtigkeit und Lebensfreude zu erwecken.

Dieses entsprach einer damals aktuellen Formensprache und wurde bereits 1960 auf der Triennale in Mailand ausgestellt – bei der Handwerksmesse in München 1965 erhielt es sogar eine Auszeichnung. Ziel der Künstlerin war es, ein fahnenloses weißes Service zu entwerfen, bei dem alle Einzelteile ein stimmiges Ganzes ergeben.

Augarten legt dieses Speiseservice auf, um den Wunsch jünger Kunden nach zeitloser Formensprache und schlichtem Design Rechnung zu tragen. Das Service besticht durch klare und schlichte Linien und verzichtet auf aufwändige Dekoration, um die spannende Formgebung noch stärker zu unterstreichen. Erhältlich ist es in weiß und mit Platinrand.