Walter Bosse gilt als einer der wichtigsten Keramikdesigner der Nachkriegszeit

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Er ist vor allem durch seine grotesken Figuren bekannt

Walter Bosse wurde 1904 in Wien geboren, war in späteren Jahren unter anderem Schüler bei Michael Powolny, Franz Cizek und Richard Riemerschmid. Seine vorerst keramischen Entwürfe wurden über die Wiener Werkstätte, Augarten als auch Goldscheider verkauft. Sie fielen meist durch ihre groteske Note auf. Lippen, Augen, Finger, eine kindliche Verspieltheit im Darstellen der Mimik seiner Figuren zeichneten seine Entwürfe aus. Bosses Entwürfe, die später auch in seinen Metallminiaturen aufgegriffen wurden, gelten als einer der wichtigsten keramischen Arbeiten der Zwischen- und Nachkriegszeit.

Die Darstellungen hatten Pfiff und Bosses Absicht lag darin: „…möglichst vielen Menschen Freude zu machen.“

Die grotesken Figuren Knabe mit Ball, Mann mit Antilope, Mädchen mit Rebstock, Redner entstanden 1925. Bosse selbst bezeichnete seine Zusammenarbeit mit der Porzellanmanufaktur Augarten ab 1924 als seine glücklichste Schaffensperiode. Darüber hinaus erfüllte es ihn mit Stolz, dem Stab dieser auserwählten Künstler angehört zu haben, die als Schüler der Kunstgewerbeschule in Wien und München für die Formerneuerung der Manufaktur verantwortlich zeichneten. Bereits 1921 hatte der selbständige Keramiker als Mitarbeiter der Wiener Werkstätte unter Josef Hoffmann zu arbeiten begonnen. 1953 verließ Bosse Wien und übersiedelte nach Deutschland wobei seine Entwürfe in Wien verblieben. Bosse starb 1979 in Iserloh, Deutschland.