Leben und Werk des Künstlers Friedrich Ludwig von Berzeviczy-Pallavicini

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Der Künstler gestaltete in den 1930er Jahren Porzellan für die Manufaktur Augarten

Der 1909 in Lausanne geborene Sohn eines ungarischen Großgrundbesitzers Friedrich Ludwig von Berzeviczy-Pallavicini studierte an der Kunstgewerbeschule in Wien Mode und Textil. Im Umkreis Josef Hoffmanns erlangte er aufgrund seiner künstlerischen Begabungen rasch Anerkennung. Im Jahr 1936 heiratete er Klara, die Nichte Anna Demels, Besitzerin der weltberühmten Wiener Konditorei Demel. Friedrich Ludwig von Berzeviczy-Pallavicini dekorierte die Konditorei kunstvoll, bevor der Künstler 1937 bei der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten als Porzellanmaler anfing.

Ende 1938 emigrierte er nach  Capri, später nach Mailand wo er bis 1949 vielfältig kreativ tätig war. In Italien nannte er sich nach seiner Mutter Anna Palavicini. Ab 1950 lebte er in den USA, wo er zahlreiche Ausstellungen präsentierte und für diverse Filmproduktionen in Hollywood Dekore und Kostüme entwarf.

Auch in der Beautybranche fasste er ab 1955 Fuß und arbeitete als Art Director von Elizabeth Arden sowie für Helena Rubinstein.

Nach dem Tod seiner Frau Klara übernahm er in Wien die Konditorei Demel, welche er bis 1972 leitete.

Die Hochschule für Angewandte Kunstverlieh ihm 1982 die Ehrenmitgliedschaft. Ab diesem Zeitpunkt lebte er in den USA , wo er 1989 starb.

Friedrich von Berzeviczy-Pallavicini entwarf unter anderem das Dekor TURANDOT, ursprünglich für eine Bodenvase. Der Jahresteller von 1998 wurde mit diesem reichen Dekor versehen.

Die Edeldame Turandot, kapriziöse Prinzessin des fernen Ostens, ist in ihren buntfarbigen, exotischen Gewändern mit prachtvollen Goldpartien dargestellt. Puccinis Oper Turandot zählt zu den weltweit bekanntesten Stücke und wird an allen Opernhäusern der Welt gespielt.