Kaiserboa und Königspython treffen sich auf dem Jugendstilservice ENA von Gabriele Rothermann

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Die deutsche Designerin Gabriele Rothemann schuf ein naturalistisches Design für die Porzellanmanufaktur Augarten

Die Künstlerin und Fotografin Gabriele Rothemann designte für die Porzellanmanufaktur Augarten das Dekor KAISERBOA UND KÖNIGSPYTHON. Das Schlangenservice mit der klassischen Form ENA von Ena Rottenberg verbindet Tradition und Moderne und wird zum ersten Mal auf der ICFF (17.6. bis 20.6.2014) in New York einem internationalen Publikum präsentiert.

Geheimnisvoll, rätselhaft und unberechenbar präsentiert sich das neue Design KAISERBOA UND KÖNIGSPYTHON. Unkontrollierbar zeigen sich die Schlangen auf dem Tellerrand verschwinden darauf hin unter der Teetasse und schlängeln sich über die Zuckerdose. Die Form ORIENT mit ihren klaren und weich geschwungenen Linien unterstreicht das mondäne Design. Ein extravaganter Blickfang für exotische Teestunden.

Gabriele Rothemann, geboren in Offenbach/Main (Deutschland), studierte Fotografie und Malerei in Kassel und Düsseldorf. Nach Aufenthalten in den USA und Italien übernahm sie 2001 die Professur für Fotografie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. 2012 fotografierte sie Schlangen in einem eigens dafür konstruierten Gefäß. Die „Schlangenmosaike“ wurden 2012 in der Ausstellung „Hab und Gut“ gezeigt. „Dabei geht es“, so Sebastian Schütze, Professor am Institut für Kunstgeschichte Wien, „um die rituelle Inszenierung des ewigen Widerstreits von Kunst und Natur, von Präsenz und Absenz, von Fläche und Raum, von Figuration und Abstraktion.“ Jesuit und Pfarrer Gustav Schörghofer wählte das „Schlangenmosaik“ für das erste zeitgenössische Fastentuch, welches sich dieses Jahr in der Konzilsgedächtniskirche in Lainz wiederfand.

Gabriele Rothemann reduzierte die Schlangenbilder für das Dekor KAISERBOA UND KÖNIGSPYTHON und positionierte sie auf dem klassischen Art Déco-Service ORIENT von Ena Rottenberg (Oravicza 1893 – 1952 Wien), welches die Designerin der Wiener Werkstätte 1930 für die Porzellanmanufaktur Augarten entwarf. Besonderes Augenmerk legte Rothemann auf die exakte Position der Schlangen. Somit präsentiert sich die Bemalung perfekt auf die Form abgestimmt.

Das neue Teeservice, entstanden aus der Hand zweier Künstlerinnen aus zwei Jahrhunderten, besticht durch minimalistische Eleganz und spiegelt den Geist zweier Epochen wieder.