Die Tradition der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten

300 Jahre Tradition

Mit jedem Stück Augarten Porzellan kaufen Sie nicht nur ein Stück Kunst, sondern auch österreichische Tradition, die seit 300 Jahren weitergegeben wird.

1718 - 1744

Gründung & Ära Du Paquier

Die Geschichte des Wiener Porzellans beginnt 1718, vor nahezu 300 Jahren.Bereits acht Jahre nach der Erfindung des „Weißen Goldes“ durch Johann Friedrich Böttger (1708). Seitdem genießt die Manufaktur weltweites Ansehen. Die wechselvolle Historie lässt sich anhand der Wirkungszeit bedeutender Persönlichkeiten 5 charakteristische Perioden einteilen.

Ein Spezialprivilegium, am 25. Mai 1718 durch Kaiser Karl VI. unterzeichnet, verlieh Claudius Innocentius du Paquier, dem k.u.k. Hofkriegsagenten, eine Monopolstellung: Er hatte die alleinigen Rechte, Porzellan innerhalb der österreichischen Kronländer zu erzeugen. In der heutigen Porzellangasse (im 9. Wiener Bezirk) fertigte man das Wiener Porzellan, mit dem das Kaiserhaus und der höfische Adel ausgestattet wurden. Heute ist dieser spätbarocke Stil als die „Du-Paquier-Periode“ bekannt.

1744 - 1780

Maria Theresia und ihre Liebe zum Wiener Porzellan

1744 kommt die Manufaktur unter Maria Theresia in kaiserlichen Besitz. Seit damals trägt jedes Stück der Wiener Manufaktur als Kennzeichnung den blauen Bindenschild aus den Wappen der Babenberger. Maria Theresias Epoche, das heiter beschwingte Rokoko, spiegelt sich auch in den Werkstücken der Wiener Porzellanmanufaktur wieder. Verspielte Genreszenen, die Gemälden berühmter Maler wie Antoine Watteau entlehnt sind, repräsentieren diese Ära in unverwechselbarer Weise.

1780 - 1830

Sorgenthal und Klassizismus

Unter der Direktion von Conrad Sörgel von Sorgenthal erlangte die Wiener Porzellanmanufaktur im Klassizismus Weltruf. Gegenüber dem vorangegangenen Rokoko zeichnet sich der Klassizismus durch geradlinige Formen mit einer stärkeren Anlehnung an klassisch-antike Formen aus.
Einzigartige Reliefgolddekore und andere klassizistische Motive wie Akanthusblattranken, Palmetten, Füllhörner und eine malerische Qualität, die bis heute unerreicht bleibt, sind die Zeugnisse aus dieser Periode.
Nachdem die Franzosenkriege die Manufaktur an den Rand der Existenz gebracht hatten, erlebte das Porzellan aus Wien durch den Wiener Kongress zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen erneuten Aufschwung. Viele wichtige Persönlichkeiten, unter ihnen Zar Alexander I. von Russland und der König von Preußen, waren damals in der Manufaktur zu Gast.
Das Porzellan aus Wien avancierte zu einem hoch geachteten Geschenk, wovon heute noch manch zierliches Empire-Déjeuner (Frühstücks-Service) zeugt.

1830 - 1864

Biedermeier and early Historism

Auch der aufstrebende Bürgerstand des Biedermeier schätzte die Reinheit des Wiener Porzellans. Die klassizistisch geradewandigen – zylindrischen oder konischen – Formen wurden von vielfach geschwungenen oder gebauchten Konturen abgelöst. Entzückende, fast miniaturartige Blumenbouquets und Streublumendekore auf weißem Grund, oft kombiniert mit Bordüren dokumentieren diese Periode in ihrer schönsten Form. Eines der beliebtesten Augarten Service – die Form „Schubert“ – hat hier seinen Ursprung.

Durch die Industrialisierung und die rasch anwachsende Konkurrenz, vor allem böhmischer Fabriken mit Massenproduktion, hatte die Wiener Porzellanmanufaktur mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen, die mit der offiziellen Schließung der Manufaktur im Jahre 1864 endeten. Die weltberühmte Erzeugung wurde eingestellt und das umfangreiche Vorlagenwerk dem heutigen Österreichischen Museum für angewandte Kunst (MAK) überlassen.

1923

Art Déco und die Wiedereröffnung im Augarten

Mit dem Wiener Art Déco erreichte die Manufaktur einen neuerlichen Höhepunkt. Am 2. Mai 1923 wird die Porzellanmanufaktur im Schloss Augarten – dem heutigen Standort – wieder eröffnet. Unter dem neuen Namen „Wiener Porzellanmanufaktur Augarten“ soll die Tradition der ehemaligen kaiserlichen Manufaktur fortgesetzt und um neue Impulse bereichert werden. Die Manufaktur öffnet sich modernen Strömungen und realisiert Entwürfe von zeitgenössischen Künstlern wie Josef Hoffmann, Michael Powolny, Franz von Zülow und anderen Vertretern der Wiener Werkstätte. Die Kooperation mit berühmten Kunstschaffenden befruchtet bis heute die Formensprache des Unternehmens im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

1950s

Augarten in den fünfziger Jahren

Das Lebensgefühl der fünfziger Jahre, der Aufbruch in eine neue Zeit, schlug sich nicht nur in Musik und Mode nieder, auch Porzellan wurde davon erfasst.

Heitere Dekore, moderne Formen und elegantes Design prägten die Entwürfe der Zeit. Margarethe Rader-Soulek, Ursula Klasmann und Elfriede Teufelhart, allesamt Studentinnen Oswald Haerdtls, schufen Porzellanikonen der Fünfziger.

Heute

Augarten heute

Seit jeher schafft die Wiener Porzellanmanufaktur Innovationen in Zusammenarbeit mit Künstlern und Designern.

Gundi Dietz, Thomas Feichtner, Philip Bruni, Gottfried Palatin oder Gabriele Rothemann sind nur ein paar der Namen, die in den letzten Jahren Einzigartiges für die Manufaktur entworfen haben. Rund um den Porzellanflakon Vulpini des Designerduos Wendy & Jim zeigen diese Entwürfe wie gut sich in der Porzellanmanufaktur Augarten Innovation und Tradition verbinden.

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