ergangene Ausstellungen

Höchst persönlich

Porzellan und Privatheit zur Zeit Maria Theresias

20. März bis 14. Oktober 2017

Die 14. Sonderausstellung feiert den 300. Geburtstag Maria Theresias mit einem Blick in die Damenappartements, die Retiraden und Schlafzimmer ihrer Zeit. Die Porzellanproduktion der Wiener Manufaktur, seit 1744 im Besitz der Monarchin, nahm den Wandel des Lebensstils und der alltäglichen Gewohnheiten in der Residenzstadt zum Anlass, um eine Vielzahl von Formen, Dekoren und Objekten aus dem kostbaren Lieblingsmaterial des 18. Jahrhunderts zu erfinden. Viele Porzellane dienten elegant einer komfortablen neuen Privatheit, wie auch das Kaiserhaus sie schätzte und sie noch heute erstaunt.

 

rund & bunt

Tellerbilder aus drei Jahrhunderten

15. November 2016 bis 25. Februar 2017

Die Sonderausstellung des Porzellanmuseum im Augarten stellte eine unentbehrliche Designform ins Zentrum ihrer Betrachtungen: den Teller.

Kein Alltag oder Festtag kommt ohne ihn aus. Bei Tisch ist er nicht nur Träger der Speisen, sondern auch lauter oder leiser Botschaften, die sich mit den gesellschaftlichen und kulturellen Gewohnheiten sowie der Dekor- und Kochkünste verändern. Die Themen der Tellerdekore reichen von Botanik über Kunstkopie zu Architektur und Ornamentik, immer dicht am Puls ihrer Zeit. In diesem Zusammenhang gestaltete Daniel Spoerri (geb. 1930) für das Porzellanmuseum im Augarten ein tableau-piège. In der Tradition der von ihm begründeten Eat Art entstand ein Fallenbild mit Teilen des berühmten Melonenservices für Mokka von Josef Hoffmann (um 1930). Fallenbilder spielen mit der Beliebigkeit eines Augenblicks, die als Kunstwerk in die Position eines Tafelbildes gebracht eine neue Perspektive auf den Wert des Zufälligen ermöglicht.

wild & frei

Tiere aus Porzellan – 1923 bis heute

19. April – 15. Oktober 2016

Tierdarstellungen gehören zu den wichtigsten Motiven der plastischen Produktion Augartens. Von naturalistisch anspruchsvoll über elegant stilisiert zu humorvoll possierlich, die Porzellantiere der Wiener Manufaktur spiegeln eine Vielfalt menschlicher Emotionen und Eigenschaften im Angesicht unserer vierbeinigen oder geflügelten Begleiter. Zur Gründungszeit Augartens in den Zwanziger Jahren führte die Entdeckung der freien Natur als Quell der Gesundheit und damit der Tiere als „Seelenpfleger“ des Menschen zu einer neuen Wahrnehmung der Fauna. Dem Lebensgefühl des Art Déco entsprachen durchaus auch wilde exotische Spezies. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts spiegelten die Entwürfe eine repräsentative Häuslichkeit, während das 21. Jahrhundert stilisierte Tiermotive als Designobjekt oder hintergründiges Kunstwerk bevorzugt.

Die 12. Sonderausstellung des Porzellanmuseum im Augarten betrachtete die Tierwelt aus Porzellan von verschiedenen Standpunkten und bettet sie in die Kunstgeschichte, die Wissenschaften und Moden ihrer Zeit. Eine „artgerechte“ Präsentation der Porzellane aus eigenem Bestand, großzügig ergänzt durch private Leihgaben, möchte die Bedeutung der Tierwelt für die Gemütswelt des Menschen unterstreichen.

 

WIENER WANDLUNGEN

Bärbel Thoelke und Gudrun Gaube interpretieren Augarten Porzellan

12. November 2015 – 13. Februar 2016

Durch eine Kooperation mit der Galerie Arcanum in Berlin präsentierten zwei deutsche Porzellankünstlerinnen die eigens für die Ausstellung „Wiener Wandlungen“ in Wien geschaffenen Porzellane im Porzellanmuseum im Augarten. Bärbel Thoelke entwarf und gestaltete klare, harmonische Gefäße aus Augarten Porzellan, reduzierte Formen, mit der Forderung nach der Verbindung von Einfachheit und Materialgerechtheit. Gudrun Gaube bemalte Augarten Porzellan inspiriert durch die erste Zeit des Wiener Porzellans, die Ära Du Paquier. Eine Tafel mit exotischen Früchten bot die Bühne für ihre kunstvoll dekorierten Porzellane. Die Porzellane der beiden Künstlerinnen konnten auch käuflich erworben werden.

EBENBILD Frauen & Porzellan

8. Juni – 17. Oktober 2015

Im Mittelpunkt der Sommerausstellung des Porzellanmuseum im Augarten standen Frauenbilder aus Porzellan, Frauen als Sammlerinnen und Porzellankünstlerinnen. Maria Theresia war entzückt, als sie 1744 die Porzellanmanufaktur Du Paquier übernahm. Im Klassizismus widmen sich die figuralen Tafelaufsätze den erhabenen Motiven der Mythologie. Nun sind es Göttinnen und Nymphen, die das Weibliche repräsentieren. Porträts als Liebes- und Erinnerungsgaben, von der Biscuitbüste Kaiserin Elisabeths bis hin zum Handporträt der Tänzerin Fanny Elßler, bleiben bis zum Ende der Kaiserlichen Manufaktur im Jahr 1864 beliebt. Mit der Gründung der Manufaktur im Augarten im Jahr 1923 war ein neues Zeitalter angebrochen. Durch die Wiener Werkstätte und die Kunstgewerbeschule waren Frauen in die Position der Gestalterinnen gerückt. Von Künstlerinnen entworfene Porzellane nehmen an der legendären Exposition des arts décoratifs von 1925 in Paris teil.

 

FEINES PORZELLAN. HOHE POLITIK.

Zum Caffée beim Wiener Congress 1814-1815

9. März – 30. Mai 2015

Diese Sonderausstellung des Porzellanmuseum im Augarten beleuchtete einen besonderen Aspekt der Diplomatie während des Wiener Congresses der Jahre 1814–1815. „Feines Porzellan. Hohe Politik.“ spürte anhand ausgewählter Exponate den politischen Entwicklungen seit den Koalitionskriegen bis hin zu den privaten und öffentlichen Festlichkeiten des Wiener Congresses nach. Porzellan hatte als Mittel der Kommunikation gedient, es hatte die Bedeutung des Gastgebers, seinen erlesenen und auch zeitgemäßen Geschmack gezeigt. So war Porzellan unter anderem zum Bildträger der während der Congresszeit blühenden Kunst der Miniatur geworden. Bildnisse des Kaisers oder des Fürsten von Metternich, und selbst die Kaiserhymne von Joseph Haydn fanden sich auf dem Porzellan der Zeit.

 

STOFFWECHSEL

Wien.Manufaktur.Porzellan

1. Dezember 2014 – 7. Februar 2015

In Zusammenarbeit mit dem Keramikstudio der Universität für angewandte Kunst, unterstützt vom Wien Tourismus, entstand das Kreativprojekt Stoffwechsel. Studierende aller Studienrichtungen wurden eingeladen, zum Thema Wien Porzellane zu entwerfen, zu gestalten und zu bemalen. 25 Studierende aus 5 Studienrichtungen haben sich daran beteiligt – die Porzellane gelangen dann zur Ausstellung im Porzellanmuseum im Augarten.  Dem Prozess des Stoffwechsels vergleichbar, stellte die Ausstellung der entwickelten Prototypen die Umwandlung von gespeicherten Informationen, Emotionen und Erfahrungen in künstlerischem Ausdruck dar. Die Porzellanmanufaktur Augarten stellte dafür als Impulsgeber Information und Material zur Verfügung. Vielfältige Ausstellungsobjekte zeigten die Momentaufnahmen dieses kreativen Prozesses, zwei Projekte wurden in die Kollektion der Porzellanmanufaktur im Augarten übernommen, ein Projekt wurde vom Wien Tourismus ausgezeichnet.

 

SWINGING TEATIME

PORZELLANE AUS DEN 50ER JAHREN

5.Juni – 25. Oktober 2014

Das Augarten Archiv beherbergt wahre Schätze aus den 50er Jahren, zeitgeistig-moderne Service mit abstrakten Dekoren, Porzellane in schlichter, doch dynamischer Form und Ausführung. Die meisten der erstaunlich variantenreichen Dekorentwürfe stammen aus der Feder Edwin Breideneichens mit der Malernummer 1, der von Beginn der Manufaktur Augarten bis 1961 als hervorragender und kreativer Maler tätig war. Die Porzellane der 50er Jahre erleben gerade heute aufgrund ihrer zeitlos schönen Ausführung ein strahlendes Comeback. „Beschwingte Lebensfreude“ war das Ziel, das durch eine neue Alltagskultur gefördert werden sollte, zu der das Porzellan einen wesentlichen Beitrag leistete. Ein original Wohnzimmer der Fifties ergänzte die Ausstellungspräsentation, ein Puchroller aus dem Jahr 1954 düste durch das Museum, sehr zur Verwunderung einer im Vintage 50er Jahre Stil gekleideten Dame. Transistorradios, Kameras, Wohndesign und Reisesouvenirs der damaligen Zeit belebten die Inszenierung der Ausstellung Swinging Teatime.

DIE PORZELLANMANUFAKTUR HEREND

ZU GAST IM AUGARTEN

24. März – 17. Mai 2014

Im Jahr 2013 war die Porzellanmanufaktur Augarten mit einer Werkschau von repräsentativen Porzellanen in der ungarischen Porzellanmanufaktur Herend zu Gast, 2014 wurden historische Herend-Porzellane im Porzellanmuseum im Augarten ausgestellt, mit dem Schwerpunkt auf Exponaten des 19. Jahrhunderts.

Um die Verbundenheit sowie die historische Tradition und die langjährige gemeinsame Geschichte von Österreich und Ungarn zu demonstrieren, wurden Teile des Teeservice der Kaiserin Elisabeth, ein Geschenk ihres Mannes für Schloss Gödöllö, mit dem berühmten, danach benannten Gödöllö-Dekor präsentiert, sowie Beispiele des von Kaiser Franz Josef I in Auftrag gegebene weiß-goldene Tafelservice für Schloss Buda ausgestellt. Prachtvolle Vasen mit Chinoiserie-Bemalung, die für Herend berühmten Porzellane mit Durchbruchs- und Doppelflechttechnik, sowie Service von weiteren berühmten Bestellern der Manufaktur – u.a. von Königin Victoria und dem Hause Rothschild – rundeten das Bild der Präsentation von Porzellanen der Manufaktur Herend ab.

STADTSPAZIERGANG LANDPARTIE

Wiener Ansichten auf Porzellan

30. September 2013 – 22. Februar 2014

Auf Wiener Stadtplänen des 21. Jahrhunderts wurden topographische Porzellane des frühen 19.Jahrhunderts, punktgenau auf ihren Stand- und Entstehungsorten präsentiert und inspirierten die Besucher des Porzellanmuseum zu einem Spaziergang durch das damalige Wien, seine Vorstädte und die ländliche Umgebung ein. Veduten-Porzellane dokumentieren eine oft nicht mehr existente architektonische oder landschaftliche Situation, aber auch ein längst vergangenes Lebensgefühl, die Figurenstaffage zeigt dazu Moden und gesellschaftliche Modelle, Straßenszenen und Kinderspiele. Über den historischen Rahmen hinaus, wurde ein Bezug zum Jetzt hergestellt – durch das Miteinbeziehen der urbanen Hot-Spots und der heutigen Souvenirkultur in die Ausstellungspräsentation.

 

NEU UND GUT

Porzellan-Innovationen der Biedermeierzeit aus den kaiserlichen Sammlungen

26. Februar – 14. September 2013

In dieser Sonderausstellung zeigte das Porzellanmuseum im Augarten in Zusammenarbeit mit dem Technischen Museum Wien Porzellane des Fabriksproduktenkabinetts. Diese vor allem im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts entstandenen Objekte illustrierten den technischen Fortschritt ihrer Zeit, wurden sie doch von den Manufakturisten der Erblande als aktuelle und hervorragende Musterstücke an die kaiserliche Institution geschickt. Leuchtende Glasuren in perfektem Auftrag und einer staunenswerten Palette belegten das Können der Wiener Manufaktur während die zeitgleichen böhmischen Produkte mit exakten Kopien Wiener Vorbilder, aber auch mit eigener Ästhetik neuen, spätbiedermeierlichen Prunk vermittelten.

 

NEUERWERBUNGEN

DES PORZELLANMUSEUMS IM AUGARTEN

22.Oktober 2012 – 9. Februar 2013

Seit seiner Eröffnung im Juni 2011 konnte das Porzellanmuseum im Augarten die Sammlungs-bestände um einige bedeutende Exponate erweitern und bereichern. Die Neuzugänge im Museums-bestand wurden im Rahmen einer Sonderausstellung im Porzellanmuseum im Augarten präsentiert. Sie illustrierten wichtige Aspekte der Geschichte des Wiener Porzellans seit 1718 und sind eine Willenserklärung, die permanente Präsentation interessant und lebendig zu halten.

 

 

WIENER ROSEN

20. Juni – 6. Oktober 2012

In dieser Sommerausstellung spürte das Porzellanmuseum im Augarten den Entwicklungen des durch die Jahrhunderte wohl beliebtesten Dekors auf Wiener Porzellan nach, dem Rosenmotiv. Von den naturalistischen Rosen des Barock über die klassizistische Blumen-ornamente bis zur Rose als Symbol des historischen Freundschaftskultes im 19. Jahrhundert zeigten historische Vorbilder den Wandel der Blumendarstellung. Nach der Gründung der Porzellanmanufaktur Augarten im Jahr 1923 wurde das Rosenmotiv weiter reduziert, um dem Geschmack des Art Déco zu entsprechen und ist bis heute unter dem Namen „Wiener Rose“ bekannt und begehrt.

 

ENA ROTTENBERG

20. März – 9. Juni 2012

Emma Helena (Ena) Rottenberg (Oravicza 1893 – 1952 Wien) zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen, deren figurale Dekore und Plastiken im anmutigen Geist des Art Déco in der Porzellanmanufaktur Augarten mit großem Erfolg ausgeführt wurden. Die Ausstellung mit Dekor-entwürfen und Porzellanen von Ena Rottenberg aus dem Archiv der Manufaktur wurde im historischen Brennofen des Porzellanmuseum im Augarten präsentiert.