Hintergrund
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Die Geschichte des Speiseeises ist bereits eine sehr alte. Ließ sich doch schon Kaiser Nero in der Antike Schnee von den Bergen der Apenninen mittels Staffelläufer nach Rom bringen. Eines der überlieferten Rezepte nennt uns Früchte, Honig, Rosenwaßer und Gletscherschnee als Zutaten.

In Wien beginnt die Geschichte des "Gefrorenen" im 18. Jahrhundert, als man, nach dem Vorbild des französischen Königshofs in Versailles, in der Wiener Hofküche der Habsburger begann "Gefrorenes" zu Attraktionen zu verfeinern. So fand im Februar 1783, anläßlich des Besuches des Pascha von Tanger, Mohammed Ben Abdelmalik, bei Kaiser Joseph II, ein großes Festmahl in der Hofburg statt. Den Abschluß der prächtigen Hoftafel bildete ein Modell der Festung Tanger in Eis. Nach der überlieferung aß der Pascha, ein großer Freund des Gefrorenen, die ganze Festung "mit Putz und Stingel" alleine auf und mußte daraufhin in der folgenden Nacht vom kaiserlichen Leibarzt wegen einer Kolik behandelt werden. Der Siegeszug des Eises war aber nicht mehr aufzuhalten und ab 1797 konnte jedermann und -frau am Graben und am Hohen Markt bei den "Limonadehütten" Gefrorenes schlecken.

Legendär auch die Geschichten von Kaiserin Elisabeth, der Gemahlin Kaiser Franz Josefs und schönsten Monarchin ihrer Zeit. Trotz ihrer strengen Diäten hatte sie eine Schwäche für Süßes, unter anderem für Veilcheneis. Diese ließ sie sich sogar auf ihren ausgedehnten Reisen durch ganz Europa nach einem speziellen Rezept zubereiten.

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