Geschichte

Die Geschichte des Augartens beginnt 1614, als Kaiser Matthias ein kleines Jagdschloss in der damals noch unberührten Aulandschaft erbauen lässt. In den nächsten 150 Jahren kommt es immer wieder zu Erweiterungen dieses privaten kaiserlichen Jagdgartens. 1683 wird die gesamte Anlage während der Türkenbelagerung verwüstet.

1775 macht Joseph II. den Augarten der Öffentlichkeit zugänglich. Daran erinnert heute noch am Eingangsportal die Inschrift "Allen Menschen gewidmeter Erlustigungs-Ort von Ihrem Schaetzer". Der Kaiser ließ den gesamten Garten renovieren, 400 Linden pflanzen, 200 Parkbänke aufstellen und hunderte Nachtigallen aussetzen. Zugleich behielt er sich einen Teil des Gartens zum eigenen Gebrauch, den er im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestalten ließ.

Zentrum der Anlage ist das Saalgebäude, der Rest der ehemaligen Alten Favorita, ein auf Kaiser Ferdinand III. zurückgehendes kaiserliches Lustschloss, in dem die berühmten "Morgenkonzerte" stattfanden, wo ab 1782 musikalische Größen wie W.A. Mozart, L.v. Beethoven und später F. Schubert umjubelte Konzerte gaben. Hier wurden auch Bälle, Feste und Wettspiele veranstaltet. Damit wurde der Augarten im späten 18. Jahrhundert zum Modetreffpunkt und gesellschaftlichen Mittelpunkt. 1820 bis 1848 gab Johann Strauß Vater hier seine 1. Mai-Konzerte. Nachdem es Ende des 19. Jahrhunderts im Augarten ruhig geworden war, fand 1923 die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten ihre Heimat im Saalgebäude und fertigt hier seit dieser Zeit das berühmte „Weiße Gold“ aus Wien.

 

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